Wednesday, 29 May 2013

35 Prozent der deutschen Unternehmen haben Probleme, geeignete Spezialisten zu finden

35 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben derzeit  Schwierigkeiten, ihre offenen Stellen zu besetzen. Das ergibt die  Studie "Fachkräftemangel 2013" des Personaldienstleisters  ManpowerGroup. Die Quote ist im Vergleich zu 2012 um 7 Prozent  gesunken und entspricht nun dem globalen Durchschnitt. Weltweit nimmt das Problem der fehlenden Spezialisten langsam, aber stetig zu.

Foto: obs/ManpowerGroup Deutschland GmbH

"Inzwischen haben mehr deutsche Arbeitgeber ihre  Rekrutierungsstrategien angepasst", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Personaler sind  zunehmend bereit, über den Tellerrand zu schauen und ihre  Anforderungen zu überdenken. Sie suchen heute zum Beispiel auch nach  geeigneten Quereinsteigern oder Experten aus dem Ausland." Dies  trifft jedoch längst noch nicht auf alle Unternehmen zu. Nach wie vor liegt das Problem bei vielen nicht nur darin, dass geeignete Bewerber ausbleiben, sondern auch in der fehlenden Flexibilität im  Personalmanagement.

Der Anteil von 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die offene  Stellen nicht besetzen können, entspricht in diesem Jahr dem  weltweiten Durchschnitt. Während in Deutschland der Trend rückläufig  ist, nimmt der Fachkräftemangel global gesehen zu: Seit 2009 ist die  Quote kontinuierlich um 5 Prozentpunkte gestiegen. Umso stärker  wächst das Bewusstsein über die Folgen. So befürchten inzwischen 54  Prozent derer, denen es an Spezialisten mangelt, dass sich dies auch  in hohem oder mittlerem Maße auf ihre Kundenzufriedenheit auswirkt.  Im Vorjahr waren dies nur 42 Prozent.

Kundenservice-Mitarbeiter gesucht, IT-Spezialisten gefunden Auch wenn die Entwicklung in Deutschland eine andere ist als die  globale - von Entwarnung kann hierzulande keine Rede sein. Das zeigt  ein Blick in die verschiedenen Branchen, die sich im Vergleich zum  Vorjahr unterschiedlich entwickelt haben: Besonders dringend  gebraucht werden in der Bundesrepublik nach wie vor Facharbeiter aus  handwerklichen Bereichen und Ingenieure. Sie belegen wie schon 2012  die beiden vorderen Plätze im Ranking der am schwierigsten zu  findenden Spezialisten.

Schwieriger als im Vorjahr fällt den Unternehmen die Rekrutierung von Experten für Rechnungs- und Finanzwesen. Sie lagen 2012 noch auf  Platz 6, rücken aber in diesem Jahr auf Platz 3 vor. Ebenfalls schwer zu finden für die Unternehmen: Mitarbeiter im Kundenservice und  Support. Sie lagen im vergangenen Jahr noch außerhalb der Top 10,  belegen 2013 aber Rang 5. Im IT-Bereich scheint sich die Lage dagegen etwas zu entspannen: Die IT-Fachkräfte rutschen im Ranking von Platz  4 auf Platz 9. Ganz aus den ersten Zehn heraus fallen 2013 die  Manager und Geschäftsführer. Sie belegten im Vorjahr noch den achten  Platz.

"Gerade bei den Handwerkern und Ingenieuren fehlt es noch immer an  Nachwuchs", sagt Herwarth Brune. "Das reißt Lücken, die sich nicht  innerhalb von einem Jahr schließen lassen." Externe Unterstützung  durch Personaldienstleister wie die ManpowerGroup verhilft  Unternehmen aller Branchen dazu, auf Personalengpässe kurzfristig  reagieren zu können.

Ranking der am schwierigsten zu besetzenden Positionen 2013

1. Facharbeiter (Handwerker)
2. Ingenieure
3. Personal für Rechnungs- und Finanzwesen
4. Vertriebsmitarbeiter
5. Mitarbeiter im Kundenservice und Support
6. Techniker
7. Personal für Verwaltung / Assistenz  
8. Ärzte und medizinische Fachangestellte
9. IT-Fachkräfte
10. Fahrer

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